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Anita Hass Blog

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Susanne Kaloff hat das Leben leider auch nicht verstanden, aber sie gibt sich große Mühe, irgendwo ein hübsches Muster zu erkennen. Bisher leider ohne nennenswerte Ergebnisse. Das einzige Muster, das sie blind erkennt, ist das von Missoni. Ansonsten ein einziges Zickzack. Gut so. Sie hat einen Sohn, der aus dem Gröbsten raus ist, was man leider über ihren Kleiderschrank nicht berichten kann: Im Groben ein Bordell. Das ist französisch und heißt "Saustall", also halb so schlimm. Seit zwölf Jahren schreibt sie als Freie Autorin für sämtliche Heftchen, die man am Büdchen kaufen kann (Welt am Sonntag, GRAZIA, StadtAnsichten, Living at Home, Brigitte, Gala, Für Sie, Fine, Myself, Maxi...), hat zwei Bücher veröffentlicht und trotzdem noch nicht den Le Sac Muse von YSL in the house. Irgendwas läuft da fatal falsch...

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IT'S SOO MULBERRY!

2012
/February/22

So, Zeit zum Aufstehen: Fashion Week New York is over, baby! Was bleibt ist The Daily Shoe, eine Rubrik im T Magazine, die ich liebe! Heute ist der Schuh des Tages ein weinroter 80's Ankle Boot von Mary Katrantzou (das ist die, deren Kleider aussehen wie Ming Vasen), den ich aber nicht so den Hit finde. Er sieht aus wie von Deichmann. Uuuuh, ich bin heute nicht nett. Vorvorvorgestern war einer von Mulberry dran, das Rot war auch viel schöner, am Schönsten monochrom from head to toe. Es gab ihn auch ihn Zebra, aber in diesem Fall wäre von Kopf bis Fuß eventuell etwas zu viel. Mein Daily Shoe ist zur Stunde aus der neuen Kollektion von The Reformhaus, 100% kratzige Schafswolle, sieht auch super zu einer roten Tasche aus, die ich leider nicht besitze. Auch gut. Hab noch einen roten Jutebeutel mit einem Herz drauf. Reicht für heute.

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NO MATTER WHAT...

2012
/February/21

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BLAUE FLECKEN

2012
/February/17

Der blaue Fleck an der Wand ist Chanel Blue Boy. Der blaue Fleck auf meinem Laptop ist mein neuer Rock, der bestürzend heiß ist, und eine Textur hat wie die Polster einer Pan Am Boing 747. Darin sehe ich aus wie eine Stewardess, nur ohne Bluse. Er ist sehr, sehr eng, man kann sich darin also nur schlecht bücken, sollte man ein Soda aus seinem Wägelchen holen wollen. Männer stehen ja auf Uniformen, ich stehe auf die Reissverschlüsse links und rechts von den Hüften. Das ist sehr praktisch. Man kann ihn schnell ausziehen, wenn man sich einen Blaumann überstreifen will, um die ganze Wand anzumalen. Blau soll sie werden, um es treffender zu sagen: Taubenblau. Meine Mutter hat mal unsere ganze Küche in einer Farbwelt (Zitronengelb) gestrichen und bis ins kleinste Détail zitronengelb dekoriert, nur weil sie eine zitronengelbe Henne aus Keramik auf einem Flohmarkt fand. Meine blauen Flecken am Schenkel passen farblich auch toll zu meinem neuen Schöner-Wohnen-Konzept. Die kommen vom Heben. Nein, nicht blau gewesen, nur die Möbel gehoben. Wenn sie sich ins Grünliche verfärben, muss ich hier allerdings etwas umdisponieren. Ach ja, und einen Perserteppich brauche ich dringend! Habe einen Lilablauen online entdeckt. Darf man Teppiche im Internet kaufen, oder ist das so wie einen Partner im Netz zu finden, also ein bisschen bizarr? Er heißt Lori. Der Perser, nicht mein Partner. Lori-Teppiche sind Teppiche, die von dem nomadischen Kurdenvolk der Luren in der Gebirgsregion des südwestlichen Irans an der Grenze Iraks gefertigt werden. Au Backe, die Luren würden sich an den Kopf fassen, wenn sie wüssten, dass eine verhaltensauffällige Frau in einem schwedischen Rock kurz vorm Klimakterium ihren handgetüffelten Teppich in eine Stube legen will, in der sie die Wände mit Nagellack angepinselt hat.

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BE MY PASSION!!!

2012
/February/14

Huch, fast den Tag der Liebe verpennt, wie konnte das geschehen? Habe mir erst ein Honigbrot, dann eine Liste gemacht, von den Dingen, die ich will. Ganz oben stand, nee, nicht die Leidenschaften eines Mannes, sondern eine mintfarbene Leobüx. Eigentlich will ich kein Leo mehr, weil ich alles, was ich schon mal hatte, nicht ein zweites Mal möchte. Das klingt vielleicht dumm, ist aber in vielen Dingen des Lebens sehr schlau: Wiederholungen können dich umbringen. Aber Mint muss nun sein, oder Pastellrosa, alles was nach Softeis aussieht kommt grad richtig. Bevor das Eis auf der Alster geschmolzen ist, war ich noch mal drauf, tief unter mir lag im Eis eine eingefrorene Plastiktüte, und ich dachte: Könntest auch du sein. Bist du aber nicht, weil du grad auf der richtigen Seite stehst. Das war heilsam, bin den ganzen Weg nach Hause gerannt und habe sehr laut "Ritual Union" von Little Dragon gehört und dazu getanzt, was fast nicht möglich ist, ohne dabei auszusehen, als sei einem grad jemand übers Kuckucksnest geflogen. Aber egal, Hauptsache Passion. Den Rest kaufe ich mir, lalalalalala, selbst. 

...Love is not like they say
I lied, it’s hard to make it stay...

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2012
/February/12

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I LOVE BELLA!

2012
/February/09

Bella Foster ist ein schöner Name. Dieses Bild heißt "Still Life With Flowers & Moth", und ich habe es seit Monaten im Kopf. Ich mag es so gerne, weil es aussieht, als habe es eine Drittklässlerin gemalt. Ich kenne Menschen, die bei solcher Kunst sagen: "Das kann ich auch!" Na, dann mal los, denke ich dann immer. Pfff, ich kann das auch, aber ich mache es nicht, weil ich immer erst den Müll runterbringen, schlafen oder essen muss. Irgendwas ist immer. Kann ich das auch? Wer kann, der tut, oder?

Kürzlich schrieb ich Bella eine Mail, in der ich ihr sagte, wie sehr ich ihre Kinderzeichnungen mag (auch jene, in denen sie Wohnzimmer naiv abmalt). Sie antwortete sehr schnell, obwohl sie doch eine, nun in Los Angeles lebende, vielbeschäftigte New Yorker Künstlerin ist. Aber vielleicht hatte sie an jenem Morgen schon alles erledigt: Den Müll, den Schlaf, das Essen, die Kunst. Da kann man schon mal etwas Korrespondenz aus Germany beantworten. Unter die Mail schrieb sie: Warmly, Bella.

Das warmly mochte ich auch. Und die Motten auf dem Bild. Man kann es bestellen irgendwo in New York (genauer: http://www.waynepate.com), es kostet auch nicht viel, ist ja nur ein Druck auf Papier, aber als die Kunst finally im Warenkörbchen lag, gab es Probleme mit dem PayPal-Dingsbums.

Wird also wieder nix aus den Blumen und den Motten an meiner Wand. Ich mach mir also mal eine warmly Wärmflasche, das hält man ja sonst im Kopf nicht aus, und guck' mir die Kirschzweige in der Vase und die Wollmäuse unterm Bett an. Das kann ich auch!

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WENN SCHON, DENN SCHON!!!

2012
/February/07

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FÜR IMMER?

2012
/February/05

Am Freitag lief ich in Frankfurt über den Eisernen Steg, eine Brücke, auf der ich schon mit 14 stand. Nicht um mich runterzustürzen, sondern mir von so einem Einfaltspinsel anzuhören, dass er leider nicht so sehr in mich verliebt sei wie in die Sylvie. Das ist lange her. Später torkelte ich in manchen Nächten laut lachend darüber, meist ohne Männer. Einmal stand ich dort und dachte:Vielleicht sollte ich diese Stadt verlassen. Und tat es.

Nun hingen dort Schlösser. Sehr viele. Ich weiß nicht, wer mit diesem Schwachsinn angefangen hat, aber ich glaube, es war in Paris. Ein Abus Vorhängeschloss für die Liebe. Das soll romantisch sein, mir hat es den Atem geraubt, bei minus 11 Grad. Man muss sich das so vorstellen: Da stehen die Pärchen Hand in Hand auf diesem zugigen Brückchen, befestigen ein Fahrradschloss an einem Brückenpfahl, und schmeissen den Schlüssel in den Main. Für immer. Und wenn die Liebe irgendwann den Bach runtergeht, springen sie in den Fluss und tauchen nach ihrem Schlüsselchen, oder wie? Warum sich denn nicht gleich Handschellen anlegen? Oder eine Leine, so eine wie sie Rauhaardackel tragen, die so zurückschnurrt auf Knopfdruck, wenn er sich zu weit von seinem Herrchen entfernt. Nora& Alex haben ein besonders fettes Schloss, sogar graviert, manche waren zu bequem und haben kurzerhand ihre Namen mit Edding draufgeschmiert. Einer schrieb Fuck U. Der hatte wohl die Faxen dicke mit der Liebe.

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PIECE OF ART

2012
/January/31

Diese schmakelige Piet Mondrian Käsestulle habe ich vor ein paar Tagen bei My Little Paris entdeckt, ist von © Brittany Powell. Seitdem kann ich kein Brot mehr einfach so runterschlingen, ohne es vorher arty zu belegen. Das dauert natürlich eine Weile bis man so ein Kunstwerk geschnitzt hat, vor allem wenn man anspruchsvollere Werke wie "Der Schrei" nachstellen möchte, bevor man die Augen vollständig geöffnet hat. Heute Früh war mein Toast leider schon kalt, als ich gerade anfing, mit Honig die Brücke zu zeichnen. Flüssiger Honig und warmer Toast in Kombination eignet sich aber generell nicht so gut als Basis für "un sandwich arty pour déjeuner"

Morgen gehe ich für ein paar Tage auf eine kleine Dienstreise, weswegen ich meine Kunstsammlung nicht live dokumentieren kann, aber ich werde das ein oder andere Foto aus dem Frühstücksraum schicken. Vielleicht etwas Üppiges von Rubens, Babybel auf Schrippe? Könnte funktionieren.

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MEIN NEUER KALENDER.

2012
/January/30

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