DICKE LIPPE RISKIEREN!

2010 September 03

suse
Vorgestern war ich im Kino und sah den neuen Film mit Angelina Jolie: SALT. Nicht, dass ich ein Fan von ihr wäre, aber Inception hat eine unzumutbare Überlänge, die ich nicht mal mit einer XXXL-Cola überlebt hätte. Meine Begleitung fragte mich, wie ich Angelina eigentlich finden würde, und ich antwortete darauf: „Nicht so toll, aber ich werfe ihr nichts vor.“ Ich war selbst ganz überrascht von mir, aber es stimmt doch: Was soll man denn zu einer Frau sagen, die so dicke Lippen hat, dass man immer Sorge hat, sie könne sich daran verschlucken? Auf die alle neidisch sind, wegen Brad, der Lippen (Mann, die hat sie doch von ihrem Vater Jon Voigt vererbt bekommen!), und nun hat sie auch noch eine Affäre mit dieser chinesischen Frau, die aussieht wie ein zwölfjähriger Junge und permanent twittert, dass sie Seelenverwandte seien. Das ist auch alles nicht so leicht für Angelina. Im Film trug sie blondes Haar, was brutal beknackt aussah, und trotzdem faszinierte mich etwas an ihr: Selbst Blut verschmiert und auf der Flucht an Häuserfassaden hängend, hatte sie ein feines Camelhaarmäntelchen an, oder trug barfuss beim Spurt ein graues Kostüm (das miserabel saß), und noch bei ihrer Folterung sah man unter dem weißen Tanktop einen Push-up BH durchblitzen und der Lidstrich saß wie eine Eins. Links eine Handgranate, rechts eine Handgranate, hier eine Detonation, dort ein Einschlag, aber immer international gut angezogen! Das imponierte mir, und weil auch ich im Herzen eine Doppelagentin bin, mein Vater aber leider nicht Jon Voigt war, habe ich mir dieses leichte Strickkleid von Markus Lupfer unter den Nagel gerissen, das wenigstens eine dicke Lippe auf der Brust riskiert. Mit dem kann ich in jedem Spionage-Thriller des Lebens mitspielen. Apropos Thriller: Ich spiele mit dem kühnen Gedanken, am Wochenende an einem Michael Jackson Choreo Workshop teilzunehmen. You never moonwalk alone!

Kleid: Markus Lupfer
Leggings: Falke (Cotton Touch, empfehlenswert!)
Mülltüten: Budnikowsky
Ballerinas: Tory Burch
Herz: Susanne Kaloff

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NA PUPPE!

2010 September 01

anna
Nun können wir endlich wieder mit Puppen spielen: eben las ich auf der Seite der New York Times (pah, wo denn sonst!), dass Andrew Yang, Künstler aus Brooklyn, in wochenlanger emsiger Handarbeit, also sozusagen Haute Couture, zwei Mini Replicas gefertigt hat: Anna Wintour und Grace Coddington. Anna’s Bob sitzt erste Sahne, Grace’s Mähne wurde mit einer kleinen Dauerwelle in Form gebracht. Am 10. September werden die beiden Vogue-Ladies während der Fashion’s Night Out versteigert. Was werden sie zu diesem Anlass bloß tragen? Keinen Designer, das wäre unfair gewesen, sagt der Künstler. Hmmh, schade eigentlich. Die Auktion läuft seit gestern auf charitybuzz.com, wer also schon immer mal eine stylishe Voodoo-Doll zum Abbau seiner rasenden Wut haben wollte: Das ist der Moment! Mit dem Erlös wird der New York City Aids Fund unterstützt. Na also, geht doch auch freundlich, Mrs. Wintour!

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IT'S A NEW MORNING...

2010 August 30

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HILFE, DRESSCODE!

2010 August 26

mia
Ganz gegen meine Natur war ich gestern bei Saturn. Ich weiß auch nicht, aber ich krieg dort im blauen Licht immer irre schlechte Laune, wenn ich die Midlife-Crisis gebeutelten Männer in den Gängen rumschleichen sehe, wie sie in Ermangelung einer 28-jährigen osteuropäischen Geliebten zur Ersatzbefriedigung an iPads rumspielen. Aber ich hatte eine Mission, und die hieß: Lockenstab! Am Wochenende bin ich in Berlin auf einer fancy Sommer-Garten-Grill-Party eingeladen und schon ganz aus dem Hamburger Häuschen ob der einen brennenden Frage: WHAT THE HELL WILL I WEAR? Denn das schlimme an dieser an sich feinen Einladung ist, dass es einen Dresscode gibt. Auch wenn ich die Intention eines solchen Codes begreife, macht er mich ratlos: The Great Gatsby. Eigentlich ist es natürlich nur eine freundlich formulierte Aufforderung, sich gefälligst rauszuputzen und nicht in einer speckigen Jeans am kalten Buffet zu stehen. Und ja, das finde ich gut, denn man gibt sich doch viel zu selten Mühe, optisch das Beste aus sich rauszuholen. Nun, cool bleiben und erstmal im Kleiderschrank shoppen gehen, dachte ich, und siehe da, ich fand ein See by Chloé Kleid, das das Hauptmerkmal der Roaring Twenties erfüllte: Keine Taille, auf keinen Fall eine Taille! Das Kleid schenkte mir irgendein Mann vor vielen Jahren in Venedig (oder war es Wien?), es ist nachtblau, Crepe de Chine, große Schleife im Rücken, und verleiht der Trägerin mühelos eine catherinedeneuvemäßige Allure. Als das Outfit stand, ich beim Scherzartikelladen das Sortiment nach einem Strumpf- oder Stirnband auf links gedreht, in der Tabakwarenboutique eine Zigarettenspitze gekauft hatte, beschloss ich, dass Locken die Lösung sind. Die gelangweilte Verkäuferin bei Saturn hatte wohl den Morgen im Glätteisen verbracht und war mir in der Wasserwellen-Look-Frage wenig Hilfe, sie sagte in Zeitlupe, dass eine Thermobeschichtung echt total wichtig sei für das Haar, aber wenn ich das nur ab und zu mache mit den Locken, würde auch ein Stab für 34,90 ausreichen. Mit meinem Bosch PHC2500-Stab in der Hand, der große Ähnlichkeit mit einem Vibrator hat, fuhr ich die Rolltreppe nach oben, wo ich “La Boum-die Fete” kaufen wollte, den ich aus melancholischen Gründen unbedingt mit meinem, bisher Gott sei Dank unauffällig, pubertierenden Sohn angucken möchte. Der erste Teil war leider vegriffen und der Titel des zweiten “La Boum-die Fete geht weiter” überforderte mich mit solcher Wucht, dass ich vor lauter Schreck nach “American Beauty” griff, den ich in- und auswendig kenne. Aber den kann man ja im Leben gar nicht oft genug angucken…

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ETERNAL CHIC!

2010 August 23

allure of the trench
Ich möchte ja nun wirklich nicht gleich am Montagmorgen den Teufel an die Wand malen, aber ich glaube, es ist soweit: Ladies, holt den Trench aus dem Schrank! Eigentlich ist das auch kein Grund zum Traurigsein, denn man kann ihn doch für den Anfang oder Übergang über nackte Beine tragen, mit einem kurzen Kleidchen und Ballerinas, das finde ich persönlich ja todschick! Es fühlt sich dann fast ein bisschen so an, als würde man seinen Mann in einem Trenchcoat und ansonsten spärlich bekleidet vom JFK-Flughafen, oder nun ja, Fuhlsbüttel abholen, den Gürtel in der Taille nachlässig gebunden, als habe man überstürzt in letzter Minute das Haus verlassen und, verrückt, seine Klamotten vergessen! Wobei mir gerade einfällt, dass ich eigentlich auch nicht weiß, wie sich das genau anfühlt. Aber man kennt das doch aus Filmen. Ein Trenchcoat steht über Zeit und Raum: Man kann ihn zu jeder Zeit an allen Orten tragen. Etwas deplaziert ist er vielleicht, wenn man zu einem Tote Hosen Konzert geht, aber wer läuft in dieser Hinsicht schon Gefahr? Eine andere Situation, in der man mit einem Trench womöglich unangenehm auffällt, könnte das Freibad sein, aber da müssen wir uns momentan auch keine Sorgen machen. Stella McCartney hat einen mit Druckknöpfen, was für die airport-situation natürlich Vorteile brächte, aber auch der von Sonia by Sonia Rykiel mit großen Silberknöpfen macht eine sexy Silhouette. Doch, doch, auch angezogen.

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SEELENSTRIPTEASE

2010 August 18

nico
Mein persönliches Fashion-Video Fall/Winter 2010. Es bestärkt mich in meinem Glauben, dass egal was auch kommt, gut angezogen alles eine Spur erträglicher ist. Gestern las ich, dass das Kleine Schwarze 85 Jahre alt wird, und war überrascht über seinen taufrischen Eindruck. Da ich meine Schwarz-Phobie gerade am bekämpfen bin, käme so ein Little Black Dress doch gerade recht. Vielleicht das mit Bleistiftrock von Philosophy by Alberta Ferretti? Ich spiele mit dem Gedanken, mir die Haare platinblond zu färben, einen überlangen Pony zu schneiden (das überleben wir alle nicht!), und einen intellektuellen schwarzen Allude Rolli zuzulegen, in dem ich mit passender Gymnastikhose den Herbst expressiv durch einen Beatschuppen jazzen werde. Weiterhin hoffe ich außerdem auf eine kleine, hübsche Sehschwäche, um endlich eine kleine schwarze Brille tragen zu können. Jetzt, wo die Nerd-Brillen over sind, sollte es ein armanieskes zartes, randloses, eher rundliches Modell sein. Soweit meine Pläne für heute.

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ZIEH DICH WARM AN!

2010 August 15

strickjacke
Eben entdeckte ich eine Kastanie am Baum und war erschüttert: Ist es nicht noch Hochsommer? Jedes Jahr das gleiche Gejaule, wenn das Laub fällt. Es ist nur eine Laune der Natur, nein, kein Grund zur Panik, und ja, es werden wieder bessere Tage kommen. Trotzdem muss man zu dieser unentschlossenen Jahreszeit gut vorbereitet sein, alles ist noch/schon möglich: Sonnenbrand, Gänsehaut und blaue Lippen. Deshalb: Ja, es ist sowas von Zeit für eine neue Strickjacke! Warum denn das bitte, werden die rufen, die Flip-Flops und Shorts unbeirrt bis in den Oktober tragen. Ich gehöre nicht dazu. Mein Tages-Outfit schon heute: zwei Paar Socken vorm Laptop, über den Rest möchte ich schweigen. Eine Strickjacke hat gegenüber einem Pullover zwei Vorteile: 1. Man kann sie schnell an- und ausziehen, wenn die Sonne hervorkommt, oder sich überraschenderweise Sex anbahnt, ohne danach wie ein verschwitztes Kind mit wirrem Haar und aufgescheuerten Wangen auszusehen, und 2. Elégance! Einen leichten Cashmere-Cardigan kann man morgens noch flott in die Handtasche packen – man weiss doch nie was kommt. Was mir sicher ganz stracks ins Haus kommt, ist ein Kamin. Vor dem sitze ich dann, wenn es bitterlich kalt wird, nackt in einer langen Norwegerstrickjacke, wuschel mir durchs Haar, streiche über die kratzige Wolle, träume von Benno Fürmann oder so was, trinke Rotwein aus Eimern und werde auf diesen herzlosen Sommer pfeifen.

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HEJ-HEJ!

2010 August 11

römo3
römo 1
römo 2
römo6
römo4
römo5

Ein paar Tage auf einer dänischen Insel und man kommt wieder zu sich zurück. Wind, der einem alles Überflüssige aus dem Hirn pustet, Sand im Ohr und das gute Gefühl, nicht aussehen zu müssen, überhaupt nicht aussehen zu müssen, vermummt wie ein Beduine an einem fünfzig Kilometer breitem Strand sitzen, einfach nur sitzen, sitzen und glotzen, Zimtschnecken zum Frühstück, Krabbenbrötchen zum Mittag, Tuborg zur Teatime, Muscheln in der Hotpants finden, sehr laut Musik auf dem iPod hören und dabei Ehepaare mit weizenblonden Kindern beobachten, wie sie sich beim Aufbau ihrer Strandmuschel zerfleischen, Kløver-Joghurt essen und denken Hmmmh, Softeis auf den Arm tropfen sehen und nichts dagegen unternehmen, doch keine neonorangefarbene Pølser essen, um sechs Uhr Morgens aufwachen, weil es so gottverdammt still ist, und sich einen Moment lang fragen: Habe ich das alles nur geträumt?

PS: Ohjemine, ich habe einen Fehler gemacht: es muss natürlich Baiser mit einem S heissen, baisser mit zwei S heisst umgangssprachlich etwas völlig anderes, ich weiss wirklich nicht, wo ich da mit meinen Gedanken war….

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OUI ZU GIVENCHY!

2010 August 07

givenchy
Es gibt Worte, die möchte ich gerne immer im Mund haben, weil sie so zart klingen wie Baiser: Givenchy zum Beispiel. Hubert de Givenchy’s Muse war Audrey Hephurn, die nach einem Besuch in seinem Atelier kaum mehr ohne Hubert am Arm und ihrem zerbrechlichen Leib gesehen wurde. Jacky Kennedy ließ sich ihr Trauerkleid zur Beerdigung John F. Kennedys von Givenchy anfertigen. Nun, heute ist Hubert selbst mausetot, Chefdesigner Riccardo Tisci macht seine Arbeit aber auch begnadet. Ausser für die begehrlichen Taschen, wie die fast schon zum Klassiker gewordene Nightingale, würde ich nun auch sterben wollen für den schwarzen Blazer aus der neuen Kollektion. Einziger Haken: Ich habe so furchtbare Angst vor dem Tod, dass ich mich seit ein paar Jahren weigere, Schwarz zu tragen. Ich trage nie, nie, niemals Schwarz. Weder besitze ich eine schwarze Handtasche, noch schwarze Schuhe, selbst die schwarzen Dessous habe ich verbrannt. Schwarze Socken können mich in eine tagelange Depression stürzen. Givenchy, doch das kann man so sagen, war aber nun mal Miterfinder des Kleinen Schwarzen und liebte die Farbe, die elegant, simple, und tiefgründig auf einmal ist. Wie wäre das Frühstück bei Tiffany’s wohl ausgefallen, wenn Holly Golightly in einem verschreckt baiserweißem Rüschenkleidchen vor der Auslage gestanden hätte? Nein, nein, manchmal muss es eben Schwarz sein. Ich werde diesen Herbst/Winter also sehr tapfer sein müssen. Aber man soll ja immer da hingehen, wo die Angst ist.

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EINE HÜBSCHE HÜLLE

2010 August 05

rad
Man lernt ja leider immer am meisten vom Leben, wenns besonders weh tut. Manchmal mehr, manchmal weniger. Letzte Woche fuhr ich mit dem Radl in die Stadt, und ahnte, als ich in den Himmel sah, dass es keine gute Idee war. Als ich dort ankam, war ich verändert: Ein zitternder Chihuahua mit Spuren von Yves Saint Laurent Mascara bis zum Hals. Ich stand aufgelöst im Regen und weinte zwei Minuten lang vor Habitat, wo ich ausgerechnet einen Duschvorhang kaufen wollte. Als ich mich wieder gefangen hatte, reagierte ich mit situativer Wendigkeit und bastelte mir flugs diese bildschöne Sattelhusse, hängte mir den Duschvorhang, Modell Hitchcock, um die Schultern und fuhr mit meinem wehenden weißen Cape nass bis auf den Schlüpper wieder nach Hause. Die Menschen auf der Straße schauten mir hinterher, winkten mir aus dem Bus zu, Kinder zeigten mit offenem Mund auf mich und alles schrie: Die ruhige See hat noch nie einen tapferen Seemann hervorgebracht.

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WANT-HAVE DER SAISON

2010 August 01

paul und stella
Auf die Frage, was seiner Meinung nach das Must-Have der Saison sei, antwortete Armin Morbach kürzlich auf der Fashion-Week: Ein Boyfriend. Nicht, dass ich viel darauf geben würde, was ein Make-up-Artist (der vor einiger Zeit mal in seinem Tush Magazine haarklein von seiner spektakulär glatt verlaufenen Schlupflider Operation berichtete) unentbehrlich findet, aber mir hat das gefallen. Ein Boyfriend, ja, love is all you need. Neben bedingungsloser Liebe ist mein Want-Have der Saison ausserdem der graue Hut aus der H/W Kollektion von Stella McCartney. Er erinnert mich an meine Mutter, als wir noch knietief in den Siebziger und Schlaghosen steckten, an Abende, an denen ich ihr kleiner Stiefelknecht war, weil sie so stramm in ihren braunen Stiefeln klemmte, dass sie ohne fremde Hilfe nicht mehr rauskam. Und ich dabei jedes Mal umfiel. An dicke Strickjacken, an Jeansröcke, an Jerseyhosen, an Cordkostüme, an den Geruch von Revlon Creme, und an einen grauen Schlapphut, der später in der Verkleidungskiste landete. Wenn man einen Hut trägt, muss man nur drei Dinge beherzigen: 1. Ihn so aufrecht tragen, als sei es die größte Selbstverständlichkeit der Welt. 2. Ihn einfach aufsetzen und nicht in jeder Schaufensterscheibe seinen Sitz korrigieren. 3. Ihn gut festhalten, wenn ein unerwarteter Sturm aufkommt. Das immerhin hat er mit einem Boyfriend gemein.

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HELSINKISS!

2010 Juli 28

finnland
Eben wachte ich auf und dachte: Ich muss nach Helsinki! In der aktuellen Monocle Ausgabe las ich, dass die finnische Hauptstadt The World Design Capital 2012 ist. Hmmh, das ist ja noch ein bisschen hin, aber ich könnte doch schon mal vorfliegen und ein wenig recherchieren. Modisch gesehen habe ich ein wenig Angst vor meinem Ausflug, Bilder von kastenförmigen Annikki Karvinen Strickkleidern in Grundfarben tauchen vor meinem inneren Auge auf. Die Schweden haben Acne, was haben die Finnen eigentlich? Ivana Helsinki? Vor allem haben sie Ilmari Tapiovaara, einer meiner ganz großen Lieben im Designbereich, dessen Namen ich rasend schnell ausprechen kann. Ach ja, und wie konnte ich es vergessen: Tapio Wirkkala, der Mann, der in den Sechzigern die schönsten Wassergläser ever designt hat (Ultima Thule). Und natürlich die lieben Mumins, die von der Schriftstellerin Tove Jansson erfundenen nilpferdartigen Knubbel. Ich könnte Courage zeigen und mich in einer roten Blockhütte im tiefen Wald einmieten, nachts Trolle vor dem Fenster beobachten oder in der finnischen Sauna, das Böse aus mir rausschwitzen, dann nackt in einen See springen und mich mit einem Marimekko Handtuch abtrocknen. Oder feige im Designhotel Klaus K einchecken, und mein schlechtes Gewissen in einem Glas Lakritzschnaps für 80 Euro ertränken. Meine Sehnsucht nach Finnland ist keine neue, als ich zehn Jahre alt war, zog eine finnische Familie zu uns ins Dorf. Sie wohnten gegenüber vom Tennisplatz und waren geheimnsivoll. Die Tochter hieß Angie, Angie Laak, und war das coolste Mädchen, das ich jemals gesehen haben. Sie trug Chucks zu einem bodenlangen Blumenrock, färbte sich die langen Haare mit Crazy Colours Pink und rauchte furchtbar gelangweilt. Heute sind es in Helsinki 30 Grad, Nein heisst auf finnisch Ei, und der billigste Flug, den ich für morgen früh finden konnte, kostet 375 Euro. Jetzt bin ich in der Bredouille: wenn ich doch lieber die schwarze Haremshose plus den schmutzigrosa Angorapullover von Acne kaufe, macht das, Moment, nur 367 Euro. Und ich hätte noch 8 Euro für die gemischte Sauna übrig…

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URLAUB IST NICHTS FÜR FEIGLINGE!

2010 Juli 25

suse
seemann
So, nun zurück mit neuen Erkenntnissen im Koffer: 40 Grad sind 20 Grad zu viel, die Französinnen tragen alle schwarze Bandeau-Bikinis, ein greeksalad ist auch nicht immer eine Lösung, man kann jeden Look mit ein Paar Flip-Flops ruinieren, 389 Stufen sind kein Kinderspiel, und Entspannung ist nichts für mich!

Alles war gut, einen Tag lang. Dann wurde ich von der einzigen Mücke von ganz Symi großzügig perforiert, hatte drei Tage lang eine mittelschwere Erkältung, lag bei hundert Grad alleine mit einem Schal auf dem Berg und verdammte die Air-Condition, am dritten Tag flog mein Bandeau-Bikinitop (lila/türkis gebatikt, nicht schwarz, 4,95 von H&M;) vom Balkon und war von diesem Moment an nie wieder gesehen. Ich hatte die Nachbarskinder stark im Verdacht, die morgens um sieben mit einem Bobbycar vor unserem Fenster ein Abfahrtsrennen veranstalteten, ihn gestohlen zu haben, was sie nur mit Achzelzucken und einem “no problem” kommentierten. Am vierten Tag war mein Krümelmonster-T-Shirt-Nachthemd spurlos verschwunden, tat sich jedoch am fünften Tag wieder überraschenderweise auf einem Wäscheständer unten am Hafen einer “Laundry” auf. Es folgten ungetrübte Sonnenstunden im unfassbar glasklarem, kühlen Meer, ein paar kleine Fische beim Schnorcheln, ein Angriff eines Kleberfisches, der am Bein meines Sohns klebte, und Panikattacken auf offener See auslöste. Mein tägliches Highlight bestand aus einer Cola (regular) mit viel Eis und Zitrone gegen 17 Uhr auf meiner Liege eingenommen, und ein Mythos Bierchen aus der Dose nackt und salzig im Raum stehend vor dem Duschen. Wir verbrachten einen lärmenden Abend bei “Manos”, dem angeblichen Hotspot von Symi, in dem schon Sarah Jessica Parker, Valentino, Armani, Ornella Muti oder alle zusammen zum Calamari-Essen vorbeischauten. Als wir dort waren, saßen jedoch nur ein paar Russen mit ein paar Ouzos rum und es herrschte eine künstlich aufgekratzte Stimmung wie auf einem Kreuzfahrtschiff, und die Calamaris taten mir leid, ihr Leben für so etwas Triviales gelassen zu haben. Tintenfische sind so schöne Tiere. Das war, glaube ich, ein Tag nachdem wir die tote Ratte vor unserer Tür gefunden hatten. Ich kaufte mir eine Fischermütze in Jeansblau, allerdings nicht in der oben abgebildete Boutique “Home Fashion” (Anita Hass von Symi), bei der es zwei BH’s zum Preis von einem, aber keine schwarzen Bandeau-Bikinis gab. An diesem Abend kamen wir in unser windschiefes Häuschen, das besagte 389 Stufen über dem Hafen lag, und sahen sie neben dem Sofa sitzen: eine tassengroße, schwarze, dicke, haarige Tarantula (nein, kein literarischer Kniff!). Von da an begriff ich, warum Menschen nach Sylt oder Amrum reisen. Was sonst noch so los war? Ach ja, am achten Tag kam ich in den Genuss einer kostenlosen Lippenaufspritzung: meine beste Freundin, die Mücke, stach mich zielsicher in die Unterlippe, was mir einseitig für einen ganzen Tag das Aussehen von Chiara Ohoven verlieh. Ja, es gibt auch Fotobeweise! Ich bin immer wieder fasziniert von mir, mit welcher Bestürzung ich auf andere Orte reagiere…

Aber das schönste am Reisen ist ohnehin das Nachhausekommen: Erfrischende 18 Grad, orangefarbene Gladiolen, Vollkornbrot und den grauen Sonia Rykiel Pullover mit Pink Herzen in frisch gestrichener kühler Umgebung meiner Lieblings “Home-Fashion-Boutique” vorzufinden.

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AHOI!

2010 Juli 09

ferien
Ich mache jetzt Sunblog-Ferien, bin am 24. Juli wieder zart gebräunt wie ein Frappé mit viel Milch zurück, und wünsche Euch allen einen großen Sommer!

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ICH KOOPERIERE!

2010 Juli 07

missoni
Wo ich hingehe, sehe ich Mode. Vielleicht bloß eine Form der selektiven Wahrnehmung, vielleicht aber auch ein Zeichen: Es ist Fashion-Week. Gestern beim Italiener bestelle ich eine Flasche Wasser und der Kellner stellt diese exquisite Missoni Pulle in den Farben von Panarea auf den Tisch. Oh, wie zauberhaft, dachte ich, und vergaß für einen Moment, dass San Pellegrino ja ein übles Gesöff sein soll. Überhaupt scheint die Welt augenblicklich zu kooperieren. Vivienne Westwood macht nun Blue Jeans für Lee, Gaultier für Levis, und Missoni strickt Bizzlwasser. Ich hingegen mache mich morgen mit meinem Deutschlandfahnen Frottee-Stirnband auf den Weg nach Berlin und schau mal, was die da am Bebelplatz so treiben.

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ÜBER DEN BLAUEN DINGERN STEHEN!

2010 Juli 04

luna dress
Letzte Woche bekam ich eine kämpferische Mail von einer Freundin, in der sie folgendes schrieb: “Suse, alle Frauen laufen in Shorts rum, ob dick, dünn, gross oder klein. Alle!!!!! Und alle haben Cellulite, was mich sehr beruhigt. Fast alle haben blaue Äderchen. Bis auf die Sechzehnjährigen, aber die haben meist Cellulite. Außer Marie, die hat gar nichts von beiden. Aber ich kann mit meinen Besenreisern auftrumpfen, davon hab ich nämlich mehr als alle anderen! Gibt es Schminke für die Beine? Egal, ich hole jetzt meine Shorts vom Speicher, die ich eingemottet hatte, um sie nie wieder zu tragen, und stehe über den Dingen!”
Marie ist die achtzehnjährige Babysitterin, die ohnehin nicht zählt, weil sie mehr Bambi als Mensch ist, eine aparte Ausnahmeerscheinung. “Ich trage auch Shorts,” schrieb ich zurück, und sah beim Schreiben dieser Worte an mir herab. Der größte Feind der Frau ist sie selbst, dachte ich, und musste an den lilafarbenen Massage-Igel denken, den mir die Hautärztin überreichte, als ich mir im letzten Herbst die Besenreiser zum ersten Mal in meinem Leben wegspritzen ließ. Den Massage-Igel sollte ich drücken, wenn das Pieksen der Nadel zu sehr schmerzen sollte. Ich lag bäuchlings und fliederfarben unter einen 380 Watt Birne auf der Liege und erinnerte mich an die Geburt meines Sohns. Nicht weil es so weh tat, sondern weil die Männer in den Geburtsvorbereitungskursen ihren trächtigen Frauen auch mit so einem Massageball und schmerzhaft sanftem Gesichtsausdruck über den Rücken rollten. Schon damals schwor ich mir: Sollte mein Mann jemals mit einem lilafarbenem Massage-Igel in der Hand und mit hängenden Schultern im Kreissaal stehen, lass ich mich scheiden, bevor das Kind rausgepresst ist. Dazu kam es, dem Schöpfer sei Dank, nicht. Im Geburtsvorbeitungskurs war ich die einzige Frau ohne Mann, was von mir frei gewählt war. Man blickte mich mitleidig an und dann fragte einer der Männer mutig: “Und Du? Bist Du alleinerziehend?” Nein, ich bin nur altmodisch und ihr geht mir alle auf den Sack mit euren Bällen. Die Ärztin spritzte meine mangelhaften Beine rauf und runter, ich biss die Zähne zusammen (es ist halb so schlimm!) und hielt das olle Bällchen in der Hand. Danach wurden die Beine bandagiert und ich konnte für 24 Stunden keine Treppe mehr steigen ohne dabei wie ein Kriegversehrter auszusehen. Im nächsten Frühling waren sie wieder da: feine blaue Fäden auf meinem Unterschenkel, wie die Landkarte von Sylt. Ach, dachte ich, gib’ es auf! Die Anstrengungen, anders auszusehen als man gedacht ist, sind würdelos und für die Katz. Ich kaufte mir dieses Kleidchen von Second Female, das aussieht wie ein Kinderrock mit einem Kinder T-Shirt, freute mich über den Preis, behielt es gleich an und radelte mit meinen Besenreisern los. Es nennt sich Luna Dress, sieht aus wie Alice im Wunderland und man muss sich keine Sorgen mehr machen: Angezogen in einer Sekunde, lovely! Oh ja, das Chaos im Hintergrund sind sehr große Massage-Igel, mit denen man auch prima kicken kann.

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DER SCHLÜSSEL ZUM GLÜCK

2010 Juli 01

schlüssel
Ich habe ihn gefunden, ist er nicht wunderschön? Den Schlüsselanhänger gibt es auch noch in Kobaltblau, Orange und Petrol. Er erinnert mich an die Spielzeugschlüssel von Fisher-Price, an denen Kleinkinder mit Hingabe rumsabbern. Erwachsene Frauen sollten das vielleicht nicht tun, aber man kann damit ein neues Zuhause, Auto oder Herz öffnen. Dass Glück nicht käuflich ist, hat sich mittlerweile rum gesprochen, aber es gibt ein paar Dinge, mit denen es sich exzellent bestechen lässt.

Hier meine persönlich stark eingefärbte Bonheur-Top-8-Liste:

1. Am Wochenende war ich auf einem französischen Gartenfest, dort gab es deutschen Fußball und einen Drink, der St.Tropez hieß. Er besteht aus: Rosé, eiskalt, einem Schuss Pampelmusen-Sirup, Eiswürfeln und Mineralwasser. Umgerührt mit einem Savoir-Vivre-Lavendelstängel. Diese Mischung schmeckt so süffig-sommerlich-flirrig, dass man in einem Affenzahn bleu ist. Errlisch!

2. Joan Dididon lesen, unbedingt, alles, sofort! J’adore Didion!

3. Die französische Vogue lesen, nicht alles unbedingt sofort verstehen, und denken, was hieß noch mal envoûtant? Ach tant pis, ich will auch eine Cola-Light Flasche von Karl Lagerfeld!

4. Die Nase in einen reifen Pfirsich stecken, fasziniert beobachten wie der Saft den Arm runtertropft, sich an die Abschlussfahrt in Rimini erinnern, und den ganzen Tag Carbonara e una Coca Cola im Ohr haben.

5. Invisible Light von dem neuen Scissor Sisters Album „Night Work“ (vor zwei Tagen erschienen!) sehr, sehr laut hören. Gay Disco!!!

6. Das Gesicht auf ein Marmeladenbrot mit Holunderblüten-Champagner-Gelee betten (zu bestellen im Onlineshop vom Café Paris www.cafeparis.net) und zwei Minuten lang nicht den geringsten Zweifel haben: Life is good.

7. Die eigenen Füße in der Sonne sehen und hellauf begeistert sein von Red My Fortune Cookie von O.P.I.

8. Den Schlüssel zum Herzen suchen und in der Zwischenzeit den geschwungenen Love-Ring von Zoe&Morgan; an den Finger stecken.

PS: Ach ja, envoûtant heißt bezaubernd, betörend, aber das wisst Ihr natürlich alle, meine kleinen Hobby-Französinnen!

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OBERER RANG, REIHE 1

2010 Juni 28

schauspielhaus
Das da unten im Scheinwerferlicht ist Charlotte Gainsbourg, die gestern im Schauspielhaus strahlte und spielte und rasselte und sang. Wie kann eine Frau sich so wenig bewegen und dabei so saulässig aussehen? Sie trank während der sauber gespielten fast zwei Stunden zwei kleine Flaschen Volvic und ihre Stimme klang live genauso wie auf Platte, nur süßer. Beck fehlte mir an manchen Stellen ein wenig, aber als sie dann auf einem Barhocker saß und Bob Dylan’s Just Like A Woman sang, war auch der vergessen. Was sie anhatte? Eine schwarze Lederhose, lange Beine in flachen Stiefeln, ein weißes T-Shirt (Halbarm), darüber eine schwarze zubbelige Weste. Sie hätte aber genauso gut einen Kartoffelsack tragen können.

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WAS SOLL ICH SAGEN?

2010 Juni 27

suse
Ach, war das schön! Und ach, was lernt man alles über sich, wenn man sich alleine auf die Reise macht. Man lernt, dass es ein wenig egal ist, wer man ist, wo man herkommt, was man mag oder nicht mag, wer einem mag oder nicht mag, und dass Mückenstiche in der Größe von CD’s immer noch Anlass zur Sinnkrise sind. Auch gelernt habe ich, dass man auf Reisen in den Süden keine Röhrenjeans, dafür aber eine lange, leichte, weite Hose braucht, die alles verzeiht: Flecken von frisch gepresstem Orangensaft, Olivenöl und Sonnencreme. Was ich noch gelernt habe? Dass Angst ein schlechter Reisebegleiter ist. Das war der Moment, als ich bei 70 Grad im Schatten mit meinem Kia Mobil in einem Schlagloch stecken blieb (nachdem ich bei meiner Ankunft erstmal eine komplette Stunde die Autobahn in die falsche Richtung gefahren war), in einer Gegend, die von Ziegen stark besiedelt war. Kein Mensch weit und breit – aber ich befreite mich mit Motorgequalme und Gestank und war irgendwie froh, in dieser brenzligen Situation meine Action-Adventure-Outdoor-Chino zu tragen, anstelle einer pailettenbestickten Tunika. Das Meer rauschte nachts so laut, dass ich stundenlang wach lag, mir Gedanken machte über ein Leben nach dem Tod und die neue Margiela Kollektion. Die wichtigste Erkenntnis hatte ich allerdings am Flughafen bei meiner Heimreise: My om is where my heart ist. Dieser schöne Satz ist nicht von mir, sondern steht auf einem mit Lavendel gefülltem Augenkissen, das man unbedingt bei www.yogipop bestellen sollte. Das legt man sich auf die Augen und vergisst sogar die Mücken.

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AUSZIEHEN IST EINE OPTION.

2010 Juni 23

Casting

Neulich trug Chloé Coolé Sevigny ein Splatter T-Shirt zu einer taillenhohen Jeans, was nicht furchtbar verrückt oder neu oder wahnsinnig mutig, aber in Ordnung war. T-Shirts mit verstörenden Motiven sind ja nicht die Nouvelle Vague der Mode. Ich erinnerte mich an mein Ozzy Ozbourne No Rest For The Wicked Shirt, das ich gerne Ende der Achtziger trug. Ich hatte auch Slayer oder, Aaaaaaah, Poison im Sortiment. Die waren eine Hair-Metal-Band aus Pennsylvania, und ich könnte nicht sagen was schlimmer war: ihre Haarfrisuren oder ihre Musik. Am liebsten waren mir aber immer meine Guns N’ Roses Shirts. Nun, das war beyond style, das war Liebe. Das Tragische daran ist nicht, dass schwarze T-Shirts mich aus heutiger Sicht immer furchtbar deprimieren (ähnlich traurig sind vielleicht nur schwarze Unterhosen bei Männern), das Drama lag darunter: Schulterpolster, die ich in das Shirt knöpfte oder mit Sicherheitsnadeln befestigte. Solange bis ein coolér Junge sagte: „Oh Fuck, das geht nicht!“

Eben war ich auf der Seite von Terry Richardson (www.terryrichardson.com), dem Schwerenöter, und fand unter Terrys Diary die Rubrik T-Shirt of the Week. Und was seh ich da? T-Shirt of the Week am 3.Juni 2010 war: Slayer. Trash Metal kommt von Trash und deshalb trage ich jetzt doch lieber mein Zombie T-Shirt zu meiner taillenhohen Jeans. Sollte das wider Erwarten beknackt aussehen, ziehe ich mich ratzfatz aus und bewerbe mich als Model bei Terry. Das kann man nämlich, wie ich eben auf seiner Website las:

Hello , if you are male or female and interested in posing nude for Terry Richardson please contact us by Email.
Please include your contact information, Phone number name and a photo (a small jpeg) if possible.
You must be at least 18 years old and be able to provide a state issued ID at the time of the photo shoot.
model@terryrichardson.com

Nacktmachen ist immer eine Alternative. Auch zum Splatter-Shirt.

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